Noten und ich

Aktualisiert: 18. Apr 2019

Ja irgendwie habe ich ein seltsames Verhältnis zu Noten. Ich hatte vor dem Abi auch mal den Gedanken, Filmmusik zu studieren. Solche Melodien wie die von Hans Zimmer bekomme ich doch auch hin, dachte ich. So richtig verfolgt habe ich die Idee jedoch nie. Im Nachhinein war es wohl auch richtig so. Ich habe ein paar meiner selbst komponierte Klavierstücke aufgeschrieben. So richtig Freude hatte ich dabei jedoch nie. Ich fand es immer irgendwie nervig. Im Kopf war das Stück doch schon fertig. Warum musste ich jetzt noch stundenlang hin sitzen und mir über den ganz genauen Rhythmus und die ganz genauen Töne Gedanken machen. Darum geht es doch gar nicht.


Vielleicht trifft es bei mir das Zitat von Picasso ganz gut:

"Lerne die Regeln wie ein Profi, damit du sie wie ein Künstler brechen kannst."


Wenn ich nicht wie ein "angehender Profi" den tollen und teilweise strengen Musikunterricht im Gymnasium erlebt hätte, könnte ich die musikalischen Regeln (=Noten) jetzt nicht so gut brechen.


Wenn ich Noten vor mir sehe, sehe ich ein Grundgerüst. Oder eine Empfehlung. Die Umsetzung erfolgt dann intuitiv. Sie fließt einfach aus mir heraus. Daher würde es mir auch sehr schwer fallen, wenn ich eine meiner improvisierten Melodien aufschreiben müsste. Das sind eben Melodien und Harmonien, die jetzt gerade im Moment durch den Körper fließen. Und danach sind sie auch wieder weg. Was aber überhaupt nicht schlimm ist, denn Musik ist immer da im Universum. Ich muss mich nur ans Klavier setzen und die Töne durch mich fließen lassen. Ganz nach dem Prinzip "Panta rhei" – alles fließt.


Melodien fließen lassen - Energie fließen lassen


Musik & Yoga. Ich bin gespannt und voller Freude auf das, was noch kommt.



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